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Unser GinCo Flyer könnte dabei helfen.
Der folgende Bericht wurde von Ulrike Behma-Matthiessen und Gudrun Korthus verfasst. Er gibt beispielhaft einen Einblick in das Leben und die Lebenshintergründe eines einzigen GinCo Mädchens, dem Mädchen Maria. Der Text ist zum Weitergeben und Weitersagen gedacht. Eine Word Datei ist angehängt.


Maria geht weiter zur Schule
 

 
Mein Name ist Maria, ich bin 14 Jahre alt und lebe in einem kleinen Dorf am Mount Kenya in der Nähe von Meru in Kenia. Ich  habe 4 jüngere Geschwister, mein Vater hat die Familie vor mehreren Jahren verlassen, so dass meine Mutter jetzt alleine für uns sorgen muss. Sie hat viel zu tun mit Wasser holen,  Holz sammeln, Hühner versorgen, deshalb helfe ich ihr viel im Haushalt und sollte demnächst ohne Abschluss von der Schule gehen, obwohl ich eine gute Schülerin bin, viel besser als meine Brüder, die weiter die Schule besuchen sollen.
 
Der Verein GinCo fördert mit dem „Final Run“ die Grundbildung von Mädchen in Kenia.
In Kenia verlassen mehr Mädchen als Jungen die Schule vorzeitig. Der Besuch der Primarschule ist zwar kostenlos, doch müssen viele Schulmaterialien finanziert werden, Prüfungsgebühren fallen an. Bei knappen Geldmitteln werden eher Jungen als Mädchen weiter zur Schule geschickt. Viele Familien sind so arm, dass sie keine täglichen Mahlzeiten zubereiten können. Die Kinder dieser Familien kommen hungrig in die Schule und haben folglich große Konzentrationsprobleme. Oft mangelt es an  Geld für Kleidung. Erhalten die Kinder eine Schuluniform, ist das oft das einzige Kleidungsstück, das Tag und Nacht getragen wird.
Die Förderung  im "Final Run"  umfasst die Bereitstellung von Prüfungsgebühren, Schuluniformen,  Büchern sowie einer warmen Mahlzeit am Tag. Dazu kommt die Finanzierung der Menstruationshygiene als entscheidende Voraussetzung für einen regelmäßigen Schulbesuch. 
 
Meine Mutter kann nicht lesen und schreiben und war der Meinung, Mädchen brauchen das alles nicht, da sie sowieso früh heiraten. Seitdem wir gemeinsam an einer Gruppe von GinCo teilnehmen, sieht sie das anders. Sie hat mit den anderen Mütter darüber geredet, dass es beschämend ist, nicht lesen und schreiben zu können und dass sie möchten, dass ihre Töchter anders aufwachsen sollen als sie. Auch verstehen meine Mutter und ich uns viel besser, seit dem wir diese Gruppe besuchen, und ich darf zu Hause für die Schule arbeiten und teile die Hausarbeit mit meinen Brüdern auf.
 
In den Mädchengruppen  werden die Mädchen ermuntert, über eigene Sorgen zu sprechen, Bedürfnisse und Wünsche zu äußern und sich gegenseitig zu unterstützen.
Ebenso wichtig wie die Arbeit in den Mädchengruppen ist die Einbeziehung der Mütter. Viele Frauen haben keinen Schulabschluss, können nicht lesen und schreiben, beherrschen die englische Sprache nicht und können daher am gesellschaftlichen Leben nur in engen Grenzen teilnehmen. Um die Schullaufbahn ihrer Töchter unterstützen und z.B. auf Hilfe im Haushalt verzichten zu können, ist es unerlässlich, dass sie sich in der Gruppe mit ihrer eigenen, leidvollen Geschichte beschäftigen.
 
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Wir haben in unserer Hütte kein elektrisches Licht, das Kerosin für unsere Lampe ist sehr teuer, so dass ich lange Zeit zu Hause nicht für die Schule arbeiten konnte. Mit der Solarlampe kann ich gut Hausaufgaben machen, manchmal verleiht Mama sie gegen ein kleines Entgeld auch an Nachbarn.
 

 
Jedes Mädchen erhält zu Beginn des 6. Schuljahres eine Solarlampe um abends Hausaufgaben machen zu können, da in den Hütten der Mädchen keine Elektrizität vorhanden ist und ab 19.00 Uhr Dunkelheit herrscht.  (Durch die Nähe zu  heimischen Glimmfeuern entstehen oft starken Augenentzündungen)
 
Wenn ich die Schule beendet habe, bekomme ich von GinCo ein Paar Lederschuhe als Start in das Berufsleben. In den Mädchengruppen beschäftigen wir uns gemeinsam damit, was wir nach der Schule machen können. Es werden auch Frauen aus unserem Dorf eingeladen, die von ihrer Arbeit erzählen.
 
 

 
GinCo fördert 120 Mädchen in verschiedenen Regionen Kenias: Kibera (Nairobi) , Meru, Wamba (Samburu) , Masogo (Kisumu) zur Erlangung ihres Schulabschlusses. Durch den erfolgreichen Schulabschluss wird ein Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. 
Bei guten Leistungen besteht die Möglichkeit, ein staatliches oder kirchliches Stipendium zu erhalten, so dass sie eine Sekundarschule besuchen können.

Zwangsverheiratung und Prostitution können durch eine Ausbildung verhindert werden, denn der beste Schutz gegen Ausweglosigkeit sind Selbstbewusstsein und persönliche Stärke.

Weitere Informationen über die Arbeit con GinCo finden Sie auf unserer Internetseite unter

www.ginco-growthincooperation.com.
 


DOWNLOADs




1. Maria geht weiter zur Schule


  2. Der GinCo Flyer



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